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We’re not sad, we’re just cutting onions! Unsere Goodbye-Party war ein voller Erfolg. Um 21 Uhr gings los und die Wohnung war gegen 24 Uhr so brechend voll dass wir erst schon bedenken hatten die nächsten nach Hause schicken zu müssen. DJ Hannu war der Entertainer schlechthin, es wurde ordentlich getanzt, Maya machte Crepes und der Punch ging wie schon beim House Warming weg wie nix. Meine Klassenkameraden zeichneten uns ein Bild “Lahti will miss you…” und da war ich schon ordentlich gerührt. Aber geheult wurde erst beim Onion-Cutting-Contest den Verena und Stefania mit überzeugendem Einsatz gewannen. Sie steckten sich einfach gleich die Zwiebeln ins Auge. So wurde die edle Branntwein-Flasche meiner Eltern, die eigentlich als Gastgeschenk für eine mögliche Reise gedacht war, ganz schnell an die selbstlosen Gewinner überreicht. Ohne jegliche Vorwarnung stand dann um 2 Uhr die Poliisi mitten im Raum und es hieß Musik aus- Licht an- Alle nach Hause- Aber Zackig, auf finnisch natürlich, wo wir etwas hilflos daneben standen mit unserem “Puhutko englantia?”. Auf finnisch waren die wohl ganz schön grob, aber sobald sie hörten, ok, das ist ne Goodbye Party, meinten die nur “Ok, aber Schuß jetzt”. Und heute kam dann schwarz auf weiß das Siegel “Party of the Year” von dem Vermieter dieses Blocks. Wir mussten unterzeichen dass es nicht wieder passiert, sonst passiert was Schlimmes, und naja, alles gut, wir sind ja bald weg. Und Onionsionionsionions… ich kannse nicht mehr sehn.
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Samstag abend verbrachten 10 Gestalten auf einem zugefrorenen See. Wir freuten uns wie Kinder über das Eis und hatten eine nichtendende Schneeballschlacht, bis dann auch wirklich jedem kalt war. Die 3 Paare Schlittschuhe ausm SecondHandLaden wurden brüderlich geteilt. Jeder durfte mal. Und so bin ich nach… wieviel Jahren?… endlich wieder zum Schlittschuhlaufen gekommen. Und sogar Rückwärtslaufen habe ich nicht verlernt. Stolz jetzt. Montag wurde dann für den FinnischTest gepaukt indem ich dann ne 5 bekam (…) Ich sollte evt erwähnen, dass das Notensystem hier nicht das selbe wie bei uns ist. Die 5 wäre eine 1, Mommy and Daddy können wieder ausatmen. Hier noch die schönen Samstagabend-Fotos von Maya.

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What’s the best way to say goodbye? Alle Exchanger trafen sich im Ravintola Mamma Maria, gingen dann zu Antti zum Vorglühen, dann ins Onnela bis um 1 die HappyHour vorbei war und wir zogen dann ins Diva um auch noch die Klassenkameraden ein letztes Mal zu treffen.
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Die Koffer sind gepackt, Zugtickets gekauft, alle Papiere unterschrieben, Möbel weg, Kühlschrank leer. It’s time to go. Am Morgen nach dem stetigen AufwiedersehenGeknuddel kamen die Männer vom 2nd Hand Shop und nahmen mir armen Mädchen, die nach 4 Stunden Schlaf nichts lieber wollte als weitere Stunden Schlaf, mein Bett weg. Die letzte Nacht werden wir also improvisieren. Heute habe ich das letzte 10 kg Paket schweißgebadet zur Post geschleppt und gleich wird die Householdbox weggebracht. Es gibt doch nichts schöneres als Schlepperei. Für Samstag bestell ich mir ein Taxi, ich bin sowas von ausgepowert. Sobald ich nach Haus komm werd ich erstmal schlafen. Samstag gehts nämlich mit dem Zug nach Tampere wo ich Nora treffe um mit ihr den letzten Tag dort zu verbringen und dann den Flug am Sonntag morgen Richtung Heimat zu nehmen. Für heut abend haben Maya und ich uns Essengehen vorgenommen und für danach die Sauna reserviert, so dass ich dann an meinem letzten Tag in Lahti doch noch fix die letzte finnische Tradition mitnehmen kann. Gegen 23 Uhr kommt die nun heimatlose Olga zu uns, die mit einer Flasche Wodka droht, die ich aber zu einer 80%en Wahrscheinlichkeit nicht anrühren werde. Sollten die Fotos aus Tampere noch spektakulär sehenswert sein, ist dies nicht der letzte Blog, aber wenn nicht… muss ich nun versuchen ein Fazit zu ziehen, einen Schluss für 4 Monate finden, in denen soviel passiert ist wie in einem ganzen Jahr. Indenen ich viele offene und interessante Menschen von überall kennenlernen durfte, ein paar echte Freunde gefunden habe, dieses fremde Land mich wie einen Freund willkommen geheißen und die Uni mich so selbstverständlich aufgenommen hat. Für mich persönlich ist es ein gutes Gefühl zu wissen, das ich in einem fremden Land indem ich niemanden kenne und die Sprache nicht verstehe, “überleben” kann und in der Uni nicht nur anwesend sondern wirklich involviert sein konnte. Ich hoffe etwas von der Arbeitsweise der Finnen mitnehmen zu können. Wo wir in meiner Heimatuni nach einem langen, ernsten Research nach dem einzigen, perfekten Lösungsansatz suchen, der mit Argumenten doppelt und dreifach abgesichert wird, und kein Entwurf sondern das Endergebnis präsentiert wird, wird hier viel mehr Freiraum gelassen. Auch die erste Idee kann realisiert werden, es ist erlaubt seinen eigenen Kopf zu haben und nicht nur der Weg sondern auch das Ergebnis kann viel verspielter sein, als ich es gewohnt bin. Ich begrüße sehr die persönliche Unterstützung der Profs hier, und der extrem gelassene Umgang. Student und Prof sind absolut auf einer Ebene. Die Gemeinschaft der Studenten untereinander, ohne Konkurrenzdenken und Neid, wird mir fehlen. Aber die Schule und Lahti sind doch sehr klein und mehr als ein Semester Unterricht bei dem gleichen Prof ist glaube ich nicht sehr förderlich. Ich fühle mich seitdem ich hier mit Maya lebe und nur englisch spreche, etwas unbeholfen mit meinem deutsch, aber das wird sich sicher schneller ändern als mir lieb ist. Und gerade habe ich einen kleinen Eindruck der finnischen Sprache gewonnen, da ist die Zeit um und es wird auch schnell wieder vergessen sein. Aber vielleicht kann mir Arto Unterricht geben. Er war hier in meiner Klasse und kommt dann im April in unsere Uni und ich hoffe Bremen wird ihm gefallen.

A big hug to everyone of you guys, watching just my pictures. This is now dedicated to you: It was such a pleasure getting to know you and spending this crazy time, that went so fast, with you. Thanks for being such openminded persons and helping me in some situations. And… I just booked a flight in january, so it’s not a goodbye forever! See you in about a month, and see you in facebook! All the best to you.

Weitere gesammelte Lahti-impressionen gegen das erste Fernweh.
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PS
Finnische Bands. Kototeollisuus, und Widescreen Mode, und mal ganz lustig- Death Metal mit Poserbühnenshow Demigod.

Sparzanza mit Going Down.